Die Ära der Wodka Highballs

Wo kommt Wodka her?

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Dieses transparente Getränk hat seinen Ursprung im Slawischen und entstand aus dem Wort Voda, das wörtlich übersetzt Wasser bedeutet. Wasser ist eine der reinen Wurzeln, die den klaren, aber nicht zu unterschätzenden Geist hervorbringen. Meine bessere Hälfte machte mich mit Wodka und Samogon sowie der Verbindung zu ihren Traditionen durch meine vielen Besuche in Sibirien bekannt.

Bereits im 14. Jahrhundert stellten die Russen ihren Wodka aus Kartoffeln her, laut dem Magazin von Javier de las Muelas. Dies wird bis heute fortgeführt, mit der Ausnahme, dass die Wodka-Produktion dazu übergegangen ist, Sorten zu züchten, die aus Getreide wie Roggen oder Weizen hergestellt werden und zusätzlich Aromen durch Kräuter enthalten. Meine Favoriten sind die Marken Belvedere, Grey Goose, Absolut Elyx und Zubrowka.

Wo ging die Reise hin?

Historisch gesehen erlangte Wodka erstmals in Europa größere Aufmerksamkeit. Der Artikel „History and origins of Vodka“ besagt, Bürger Russlands, die während der russischen Revolution 1917 nach Europa flohen, Voda mitbrachten.”

Eine Fortsetzung entdecke ich durch Wayne Curtis Und ein neues Kind erschien auf dem Block: Wodka. Angesichts seiner gegenwärtigen Allgegenwart ist es schwer vorstellbar, dass Wodka bis Mitte des letzten Jahrhunderts in den USA so gut wie unbekannt war.” And a Bottle of Rum, s. 208. Curtis beschreibt, dass der adstringierender Geschmack trockene Cocktails, wie den Dry Martini zum Vorschein bringt. Sweet fiel aus der Mode und trocken dominierte.”

Ich stoße auf den Begriff Wodka und seine Cocktails erstmals in dem The Stork Club Bar Book“ aus dem Jahr 1946. Davor tauchen weder Wodka Cocktails noch der Begriff Wodka in der Bar Literatur Amerikas auf. Die Erklärung dafür ist simpel. Im Artikel „History and origins of vodka“ wird belegt: Die weltweite Anerkennung dieses Getränks kam erst im Zweiten Weltkrieg, dem historischen Moment, in dem Wodka in die Hände der Nordamerikaner gelangt.” David A. Embury ein Mixologe erwähnt ebenso in seinem Cocktail Buch The Fine Art of Mixing Drinks“ , dass kein importierter Wodka davor verfügbar war. Es gab lediglich inländische Marken.

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Begonnen hat alles mit dem Smirnov, der durch die russische Familie nach Europa kam und mit dem Verkauf an Heublein, der diesen in Smirnoff umbenannte und somit auch eine amerikanische Marke wurde. Curtis betont den Aufstieg von Wodka durch Smirnoff, Wodkas ruhmreicher Aufstieg auf dem amerikanischen Verbrauchermarkt ist zu einem großen Teil auf Heubleins kluges Marketing zurückzuführen. Er veröffentlichte geschickt eine Reihe neuartiger Wodka-Getränke, beginnend mit dem Moscow Mule – eine Mischung aus Limette, Ingwerbier und Wodka – und wurde „traditionell“ (vollständig hergestellt) in einem 5-Unzen-Kupferbecher serviert.”

Vom Kupferbecher zum Highball

Highballs Definition Bild von Famous New Orleans Drinks and how to mix’em von Stanley Clisby Arthur 1938

Die Definition von Highball von Stanley Clisby Arthur: Ein Longdrink mit verdünnten Spirituosen, normalerweise Whisky, serviert in einem hohen Glas mit Eis und Sprudel.” Famous New Orleans Drinks and how to mix’em 1938, s. 16. Zu dieser Zeit war noch kein Wodka in den Highballs inbegriffen.

Die heutige Definition von Mardee Haidin Regan: Die einfachste Form eines Mischgetränks, welcher aus lediglich zwei Zutaten besteht, wie Scotch & Soda oder Wodka und Tonic, die direkt in ein Highball-Glas zum Servieren gegossen werden. Garnituren sind optional, abhängig von den Zutaten im Highball, so dass zum Beispiel ein Gin & Tonic Highball automatisch eine Limettengarnitur bekommt. Im Falle eines Scotch & Soda wäre ein Zitronen-Twist optional.”

Durch eine Studie von 1950 wurde publiziert: In dieser Business Week-Geschichte aus dem Jahr 1951 heißt es: Nach all den verfügbaren Daten sieht es so aus, als ob die Amerikaner der 1950er Jahre ihre Getränke gut verwässert mögen.” Curtis Wayne, And a Bottle of Rum, s. 208

Der Moscow Mule, der auch zu diesem Trend gehörte, hatte in einer Bar namens Cock ‘n’ Bull“ in Amerika seinen Ursprung ca. um 1941. Der erfrischende Drink wurde durch einen Marketingbeauftragten der Heublein Firma zum Konsum verbreitet, so Curtis in seinem Buch And a Bottle of Rum“. Fun Fact: Hätte die Freundin des Erfinders nicht Kupferbecher hergestellt, wäre der Moscow Mule genauso nach der Highball Definition übertragbar gewesen. Im Cocktail Buch von Ted Haigh Vintage Spirits and Forgotten Cocktails“ erwähnt der Autor: Morgan hatte anscheinend eine Freundin, die eine Firma besaß, die Kupferprodukte herstellte, so dass die kupfernen Moscow Mule Becher für ihn relativ leicht zu bekommen waren.”

Zum Schluss möchte ich ein paar Wodka-basierte Highball-Rezepte vorstellen, von denen ihr euch inspirieren lassen könnt.

Klassische Rezepte für Vodka Highballs:

Vodka Highball – 50 ml Grey Goose Vodka, 120 ml Fever Tree Tonic Water, Zitronen Spirale als Garnitur

Moscow Mule – 60 ml Belvedere Vodka, 120 ml Thomas Henry Spicy Ginger, 15 ml Limettensaft, Limette als Garnitur

Vodka Collins – 60 ml Belvedere Vodka, 15 ml Zitronensaft, 15 ml Zuckerrohrsirup, 120 ml Sodawasser, Zitronenscheibe als Garnitur

Hugo Highball – 40 ml Absolut Vodka, 25 ml St. Germain Holunderblüten Likör, 15 ml Limettensaft, 120 ml Sodawasser, splash Prosecco optional, Minzzweig & Limettenscheibe als Garnitur

Quellenverzeichnis

1938 Famous New Orleans Drinks and How to Mix’em (3rd Printing) by Stanley Clisby Arthur. https://euvs-vintage-cocktail-books.cld.bz/1938-Famous-New-Orleans-Drinks-and-how-to-mix-em-3rd-printing-by-Stanley-Clisby-Arthur/16. Accessed 17 Feb. 2021. Ein Longdrink mit verdünnten Spirituosen, normalerweise Whisky, serviert in einem hohen Glas mit Eis und Sprudel.”

1946 The Stock Club Bar Book by Lucius Beebe. https://euvs-vintage-cocktail-books.cld.bz/1946-The-Stock-Club-Bar-Book-by-Lucius-Beebe/58. Accessed 17 Feb. 2021.

Curtis, Wayne. And a Bottle of Rum: A History of the New World in Ten Cocktails. 2007. Und ein neues Kind erschien auf dem Block: Wodka. Angesichts seiner gegenwärtigen Allgegenwart ist es schwer vorstellbar, dass Wodka bis Mitte des letzten Jahrhunderts in den USA so gut wie unbekannt war.” Sweet fiel aus der Mode und trocken dominierte.”Wodkas ruhmreicher Aufstieg auf dem amerikanischen Verbrauchermarkt ist zu einem großen Teil auf Heubleins kluges Marketing zurückzuführen. Er veröffentlichte geschickt eine Reihe neuartiger Wodka-Getränke, beginnend mit dem Moscow Mule – eine Mischung aus Limette, Ingwerbier und Wodka – und wurde „traditionell“ (vollständig hergestellt) in einem 5-Unzen-Kupferbecher serviert.“ In dieser Business Week-Geschichte aus dem Jahr 1951 heißt es: Nach all den verfügbaren Daten sieht es so aus, als ob die Amerikaner der 1950er Jahre ihre Getränke gut verwässert mögen.”

Embury, David A. The Fine Art of Mixing Drinks. Mud Puddle Books, 2008.

Haigh, Ted. Vintage Spirits and Forgotten Cocktails: From the Alamagoozlum to the Zombie and beyond: 100 Rediscovered Recipes and the Stories behind Them. Deluxe ed.; rev.Expanded, Quarry Books, 2009. Morgan hatte anscheinend eine Freundin, die eine Firma besaß, die Kupferprodukte herstellte, so dass die kupfernen Moscow Mule Becher für ihn relativ leicht zu bekommen waren.”

History and Origins of Vodka | Dry Martini. https://www.drymartiniorg.com/history-and-origins-of-vodka/?lang=en. Accessed 21 Feb. 2021. Bürger Russlands, die während der russischen Revolution 1917 nach Europa flohen, Voda mitbrachten. Die weltweite Anerkennung dieses Getränks kam erst im Zweiten Weltkrieg, dem historischen Moment, in dem Wodka in die Hände der Nordamerikaner gelangt.”

Regan, Mardee Haidin. The Bartender’s Best Friend: A Complete Guide to Cocktails, Martinis, and Mixed Drinks. Updated and Rev, John Wiley & Sons, 2010. Die einfachste Form eines Mischgetränks, welcher aus lediglich zwei Zutaten besteht, wie Scotch & Soda oder Wodka und Tonic, die direkt in ein Highball-Glas zum Servieren gegossen werden. Garnituren sind optional, abhängig von den Zutaten im Highball, so dass zum Beispiel ein Gin & Tonic Highball automatisch eine Limettengarnitur bekommt. Im Falle eines Scotch & Soda wäre ein Zitronen-Twist optional.”

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